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Ausbildung, Studium oder duales Studium: Was passt zu mir?

Diese drei Optionen treten gegeneinander an, um dich zu überzeugen

von zynd-Redaktion Lesezeit: 8 Minuten
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Was macht mehr Spaß? Wo gibt es mehr Geld? Was ist einfacher? Schwer zu sagen. Denn am Ende ist am wichtigsten, was dir liegt und was am besten in deine Lebenssituation passt. Schauen wir uns an, was für oder gegen eine Ausbildung, ein Studium oder ein duales Studium spricht, und wer dich bei deiner Entscheidung supportet.

Ausbildung oder (duales) Studium: Was ist besser?

  • Jeder Bildungsweg hat Vor- und Nachteile. Hauptsache, er passt zu dir!
  • Eine Ausbildung bereitet dich auf einen bestimmten Job vor. Du verdienst von Beginn an Geld.
  • Ein Studium zeigt dir komplexe Zusammenhänge. Du bist breiter aufgestellt und dadurch freier bei der Jobwahl.
  • Ein duales Studium ist das Mittelding. Du kannst deine Karriere flexibel gestalten.
  • Welche Option du wählen solltest? Check die Unterschiede und lass dich beraten.

Der Vergleich: Ausbildung vs. Studium vs. duales Studium

Wir lassen die drei Bildungswege in sechs Runden gegeneinander antreten. Du zählst mit: Wer holt den Punktsieg bei dir – und warum?

#1 Voraussetzungen

  • Für ein Vollzeitstudium brauchst du die Hochschulreife (Uni) oder die Fachhochschulreife (Fachhochschule), je nach Fach einen bestimmten Notendurchschnitt und manchmal auch weitere Nachweise.
  • Eine Ausbildung kannst du – je nach Job und Firma – sogar ohne Schulabschluss starten. Du benötigst einen Vertrag mit einem Ausbildungsbetrieb.
  • Bei einem dualen Studium musst du dich sowohl an einer Hochschule einschreiben als auch einen Vertrag mit einem Ausbildungsbetrieb abschließen.

#2 Lernweise

Was ist eigentlich schwieriger: eine Ausbildung oder ein Studium? Unmöglich zu sagen! Denn was dir liegt, lässt andere vielleicht verzweifeln. Es gibt zwei große Ausbildungsarten: Bei einer betrieblichen Ausbildung steht die Praxis im Fokus. Du lernst einen Beruf, indem du ihn ausübst. Die Theorie darf natürlich trotzdem nicht fehlen: Dafür gehst du in die Berufsschule. Bei der schulischen Ausbildung besuchst du sogar nur die Berufsschule, die aber trotzdem total praxisnah ist. In beiden Fällen bekommst du klare Anweisungen sowie feste Arbeits- und Unterrichtszeiten.

Beim Studium an der Uni liegt der Schwerpunkt auf der Theorie. Du fuchst dich richtig in ein Thema rein und arbeitest wissenschaftlich. Dabei organisierst du dich selbst: Du entscheidest, wann du büffelst, Hausarbeiten schreibst oder für welche Kurse du dich anmeldest. Die Praxis bekommst du über Praktika, Praxissemester oder Nebenjobs. Beim Studium an der Fachhochschule lernst du etwas jobnäher als an der Uni. Hier sind die Stundenpläne außerdem vorgegeben, heißt: weniger Orga für dich.

Beim dualen Studium bekommst du Praxis und Theorie zu gleichen Teilen. Du kombinierst eine Ausbildung im Betrieb mit einem Studium an einer Hochschule. Das ist natürlich super abwechslungsreich, aber auch aufwendig: Je nach Modell arbeitest du in den Semesterferien im Betrieb oder wechselst regelmäßig zwischen Unternehmen und Hochschule.

#3 Dauer

  • Eine betriebliche Ausbildung dauert, je nach Beruf, zwischen zwei und dreieinhalb Jahre. Du kannst die Ausbildungszeit unter bestimmten Voraussetzungen vielleicht sogar verkürzen.
  • Ein Studium besteht oft mindestens aus einem Bachelor (in der Regel sechs Semester oder drei Jahre). Danach kannst du dich mit einem Master (rund vier Semester oder zwei Jahre) weiter vertiefen. Es gibt auch Studiengänge mit Staatsexamen, die anders aufgebaut sind.
  • Für ein duales Studium brauchst du drei bis fünf Jahre. Denk dran: Hier arbeitest du unter Umständen auch in den Ferienzeiten oder studierst am Wochenende!

Entscheidungshilfe: Ausbildung, Studium oder duales Studium?

Ein Entscheidungsbaum mit verschiedenen Schritten, die zu einer Einschätzung führen, ob ein Studium, ein duales Studium oder eine Ausbildung am besten zu dir passt und wie es danach weitergehen kann.
Die Übersicht zeigt dir, welcher Bildungsweg zu deinen Interessen und Lerngewohnheiten passen könnte.

#4 Kosten

Für eine betriebliche Ausbildung zahlst du nichts. Dein Ausbildungsbetrieb und der Staat übernehmen die Kosten, etwa für deine Ausrüstung oder die Berufsschule. Auch die schulische Ausbildung bei öffentlichen Einrichtungen ist kostenlos. An privaten Schulen musst du dagegen bis zu 600 Euro im Monat stemmen. Welcher Schul- oder Ausbildungsort für dich richtig ist, hängt vor allem vom Job ab, den du lernen möchtest.

Im Studium fallen an öffentlichen Hochschulen Semestergebühren von rund 270 Euro an. Die musst du alle sechs Monate zahlen. Da ist aber auch einiges inklusive, meistens zum Beispiel ein Ticket für den ÖPNV, kostenlose Sportkurse und günstiges Essen in der Mensa. Private Hochschulen verlangen teils deutlich mehr.

Die Kosten für ein duales Studium unterscheiden sich stark. Mal übernimmt der Betrieb, bei dem du deinen Praxisteil absolvierst, alle Studiengebühren – plus Vergütung für dich. Mal musst du alles selbst zahlen.

Nicht vergessen: Zusätzlich musst du immer auch deine Lebenshaltungskosten bewältigen, also Geld für Wohnung, Essen und Freizeit. Du kannst dir bei der Finanzierung helfen lassen, etwa durch BAföG, BAB oder Stipendien.

#5 Gehalt

Der große Vorteil der Ausbildung bei einem Betrieb: Du bekommst schon während der Ausbildung Geld, mindestens 724 Euro im Monat. In der schulischen Ausbildung erhältst du keine Vergütung. 

Im Studium verdienst du nichts, weder an der Universität noch an der Fachhochschule. Du kannst natürlich nebenbei jobben.

Das duale Studium ist wieder einmal ein Zwischenweg. Es kann sein, dass dein Unternehmen dir eine Ausbildungsvergütung zahlt. Vielleicht gehst du aber auch leer aus.

#6 Karriere

Was lohnt sich mehr? Das kommt darauf an, was dir wichtig ist.

Der Einstieg ins Berufsleben fällt nach der Ausbildung oft leichter als nach dem Studium. Denn acht von zehn Azubis werden von ihren Betrieben übernommen. Beim dualen Studium sieht es ähnlich aus. Studierende müssen dagegen meistens selbst auf Jobsuche gehen. Oder sie starten dort, wo sie Praktika gemacht oder gejobbt haben.

Aufstiegsmöglichkeiten bieten alle Wege. Nach der Ausbildung kannst du beispielsweise Meister/-in, Fachwirt/-in, Techniker/-in oder Bachelor Professional werden. Damit kannst du dann mehr Geld verdienen oder dich mit deinem eigenen Betrieb selbstständig machen. Du kannst aber auch noch studieren – auch ohne Abitur – oder Zusatzqualifikationen gewinnen, um dich zu spezialisieren. Auch mit einem Studium stehen deine Chancen gut, zur Führungskraft in einem Unternehmen aufzusteigen oder als Spezialist/-in einen hohen Monatslohn abzusahnen. Du willst Wissenschaftler/-in werden? Dann kannst du promovieren (Dr.) und habilitieren (Prof.). Und, wie immer: Im dualen Studium steht dir jede dieser Türen offen.

Am Ende kommt es immer auf deinen individuellen Lebenslauf an: Welchen Beruf übst du aus? Machst du Weiterbildungen? Übernimmst du Führungsverantwortung? Diese und weitere Faktoren beeinflussen, was auf deinem Konto landet.

Vorteile und Nachteile auf einen Blick

Hier die wichtigsten Pro- und Kontra-Argumente zusammengefasst.

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