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Work-Life-Balance in der Ausbildung: 10 Tipps gegen zu viel Stress

Weniger Erschöpfung, mehr Energie und Motivation im Alltag – so geht’s

von zynd-Redaktion Lesezeit: 6 Minuten
Junge Frau springt in die Luft vor Bergkulisse
Du bist oft müde, gereizt oder hast manchmal keinen Bock auf die Ausbildung? Das passiert vielen! Denn der Umstieg von der Schule zum Acht-Stunden-Tag ist heftig. Mit dieser Anleitung bringst du Arbeit und Privatleben wieder ins Gleichgewicht – Work-Life-Balance.

Definition: Was ist die Work-Life-Balance?

Einfach erklärt: Work-Life-Balance bedeutet eine Ausgewogenheit von Job und Freizeit. Du hast also genügend Zeit, Energie und Motivation für deine Ausbildung, aber auch für Hobbys, soziale Kontakte und Erholung. Das Ziel des Konzepts ist es, dass du langfristig fit und glücklich bleibst – und gleichzeitig berufliche Erfolge feierst.

Gescribbelte Glühbirne

Warum ist sie in der Ausbildung so wichtig?

  • Über die Hälfte der Generation Z leidet an Stress oder Erschöpfung. Du bist nicht allein!
  • Hohe Erwartungen, wenig Freizeit und viele neue Eindrücke können ganz schön fordern.
  • Auf Dauer können sie sogar zu Krankheiten wie Burn-out, Depressionen oder Herzbeschwerden führen.
  • Besseres Zeitmanagement und gut genutzte Me-Time schützen dich davor.

Maßnahme 1: Zeitmanagement verbessern

Einfach weniger arbeiten? Eine Möglichkeit. Realistischer ist aber, dass du lernst, deine Arbeitszeit effizienter zu nutzen. Dann fühlt sich der Job leichter und der Feierabend unbeschwerter an.

#1 Vernichte Zeitfresser: 

Social Media, sinnlose Aufgaben oder langes Pendeln kosten dich Stunden? Schreib eine Woche lang auf, welcher Teil deines Tages sich so richtig verschwendet anfühlt – und mach einen Plan, wie du die Zeitfresser besiegst. 

TIPP: Schalte das Handy beim Lernen am besten aus oder frag nach, ob du manche Tätigkeiten auch aus dem Homeoffice erledigen kannst, wenn du dadurch viel Zeit sparen kannst.

#2 Erstelle eine To-do-Liste: 

Was möchtest du heute schaffen? Schreib’s dir auf! Das Abhaken motiviert und stellt sicher, dass deine Mühe ins Ziel führt. Sei unbedingt realistisch, was du schaffen kannst. Nimmst du dir zu viel vor, frustriert das am Ende des Tages nur. Auch wichtig: Plane Pausen und den Feierabend fest ein, um dich zu belohnen. Profi-Tipp: Erledige die wichtigste, dringendste oder nervigste Aufgabe zuerst. Hast du sie abgehakt, startet der Tag schon mit einem Erfolg. Was danach kommt, fällt auf jeden Fall leichter.

#3 Nutze die Pomodoro-Technik: 

25 Minuten arbeiten oder lernen, dann fünf Minuten Pause. Dreimal wiederholen und dann ein Spaziergang, Sport oder Mittagessen. So funktioniert die Pomodoro-Technik, mit der du deine Zeit automatisch in Work- und Life-Phasen einteilst. Ein echter Lifehack für mehr Produktivität!

Die Überschrift der Grafik lautet „Deine Zeit richtig managen“. Eine junge Person steht vor einer überdimensionalen To-do-Liste mit den Punkten „To-do-Liste“ (bereits abgehakt), „Eat the Frog“, „Pomodoro-Technik“ und „Feierabend!“.

#4 Lerne, zu gewichten: 

Du bekommst kurz vor Feierabend noch „ganz wichtige“ Aufgaben, die noch eben schnell erledigt werden müssen? Prüf, was wirklich wichtig ist und was bis morgen warten kann.  Denn als Azubi musst du normalerweise keine Überstunden machen – das ist dein gutes Recht! 

#5 Nein sagen ist erlaubt:

Du wirst von einer Person im Betrieb oft um den ein oder anderen Gefallen gebeten? Du darfst ruhig Nein sagen und eine klare Grenze ziehen.

#6 Sag Tschüss zur Perfektion: 

Es ist toll, dass du alles fehlerfrei machen möchtest. Vielleicht reicht deinen Vorgesetzten (und deiner inneren kritischen Stimme) manchmal aber auch schon ein „gut genug“ aus. Die 80-20-Regel hilft dir dabei: Frage dich, wie du 80 % des Ergebnisses mit nur 20 % des Aufwands erreichen kannst.

POV: Du hast dein Leben im Griff

Thumbnail POV: Du hast dein Leben im Griff

Pomodoro, Eisenhower-Matrix, Journaling? Sagen dir vielleicht jetzt noch nichts. Sind aber wichtige Tricks, um deine Zeit besser einzuteilen. Wir zeigen dir, wie!

Maßnahme 2: Richtig erholen

Wie du dein Zeitmanagement für produktive Arbeits- und Lernphasen verbesserst, weißt du jetzt schon mal. Aber auch das Relaxen kannst du optimieren. Denn entspannende Pausen sind extrem wichtig: Sie laden nicht nur deinen Akku wieder auf, sondern machen dich glücklicher, gesünder und konzentrierter.

#7 Mach mal ’ne Pause: 

Klingt komisch, aber viele Azubis vergessen einfach, sich auszuruhen. Es gibt ja so viel zu tun! Dann wird die Mittagspause durchgearbeitet und der Feierabend mit privaten Terminen vollgepackt. Nach einem Acht-Stunden-Tag musst du aber auftanken. Nimm dir also auch einfach mal Nichtstun vor.

#8 Feierabend ist Feierabend: 

Am Abend noch schnell die Mails checken? Bloß nicht! Es ist wichtig, mal komplett abzuschalten. Das nennt man auch Work-Life-Separation. Dein Betrieb darf nicht von dir verlangen, dass du außerhalb der Arbeitszeiten arbeitest oder erreichbar bist.

#9 Nimm dir Zeit für Hobbys:

Auch deine Hobbys gehören auf die To-do-Liste. Und zwar nicht optional, sondern als Muss. Feste Rituale sorgen dafür, dass du sie nicht vernachlässigst: dienstags ist Brettspielabend, donnerstags Fußballtraining, vor dem Schlafengehen Zeit für ein gutes Buch.

#10 Gesundes Leben: 

Auf die Gefahr hin, dass wir uns wie deine Erziehungsberechtigten anhören: Iss mal wieder einen Apfel! Und geh früher ins Bett, raus an die frische Luft und Hände weg von den Drogen. Denn eine ausgewogene Ernährung, etwas Sport und genügend Schlaf wirken Wunder für die Lebensqualität.

Was tun bei Problemen in der Ausbildung?

Du hast unsere Tipps umgesetzt, fühlst dich aber immer noch überlastet? Dann stimmt etwas nicht und du solltest das Gespräch mit deiner Ausbilderin oder deinem Ausbilder suchen. So gehst du am besten vor:

  1. Sprich deine Überlastung so früh wie möglich an. Warte nicht auf das Burn-out.
  2. Dokumentier deine Schwierigkeiten. So gehst du besser vorbereitet ins Gespräch.
  3. Beschreib deine Herausforderungen sachlich und mit konkreten Beispielen.
  4. Identifiziert gemeinsam die Ursachen des Stresses und sucht nach Lösungen.
  5. Frag nach betrieblichen Angeboten: Gesundheitsprogrammen, flexiblen Arbeitszeiten, Homeoffice.
  6. Immer noch nicht besser? Dann frag den Betriebsrat oder die Jugend- und Ausbildungsvertretung um Hilfe.

Finde deine Work-Life-Balance

Jetzt kennst du die besten Methoden für eine ausgeglichene Work-Life-Balance in der Ausbildung: Teile deine Zeit gut ein, nutze deine Pausen zur Erholung und lerne, deine Grenzen zu setzen. Dein Betrieb oder die Ausbildungsberatung deiner Kammer unterstützen dich bei Herausforderungen. Dann klappt das schon!

Der Stress lässt nicht nach, obwohl du alle Tricks umgesetzt hast? Vielleicht fühlt sich ein Plan B richtig an.

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